Kunst

WERNER NEUWIRTH

In seinem knapp mehr als 100 qm grossen Atelier, lernen wir
Werner Neuwirth kennen. Den gebürtigen Österreicher und
heute Wahl-Rüsselsheimer, verschlug es in den wilden 70er
Jahren nach Deutschland. Nach einer Bekanntschaft am
Wörthersee, fasste er seinen Entschluss, Deutschland für
sich zu entdecken. Anfänglich hatte es ihm die Musik angetan,
er spielte Schlagzeug in diversen Bands. 1975 führte ihn
sein Weg ins „Frankfurter Städel“, dort studierte er Kunst
und seit 1979 ist er als freischaffender Künstler tätig.
Seit 14 Jahren bewohnt er sein Atelier in der Rüsselsheimer
Innenstadt. Nach wie vor entdeckt man seine Werke in verschiedenen
Galerien, von Frankfurt über Mannheim nach
Klagenfurt und Luxemburg. Akribisch dokumentiert er all
seine Arbeiten, nach eigener Zählung sind bisher 1400 Exponate
verkauft und in seinem Lager sind weit mehr als 2000
Exponate zu entdecken.
Das Papier ist sein Medium, seit je her ist er ein Verfechter
des Zeichnens und sein Credo lautet:
„Linie, Fläche und Raum“.
Gerne nutzt er auch Wörter oder Wortteile, als Kompositionselement,
wobei das eigentliche Wort auf seine Form
reduziert wird.
Inspiration und Umsetzung geben sich bei Werner Neuwirth
die Hand. ein intuitiver Prozess treibt ihn an und er bringt
seine Ideen im wahrsten Sinn auf das Papier.

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INGE BESGEN

Es existieren zahlreiche Artikel über Inge Besgen, Trotzdem barg das
Interview neues und tiefsinniges für uns – Nicht nur tiefsinnig
im Sinne der Kunst, sondern auch tiefsinnig im Sinne des
Lebens.
Die heute 87 Jährige, beschloss mit 50 Jahren ein Kunststudium
zu absolvieren. 1994 wird sie mit dem Kulturpreis der
Stadt Rüsselsheim ausgezeichnet. Seit 1996 findet man ihr
Atelier im M55 auf dem Adam Opel Werksgelände. Es folgen
unzählihe Ausstellungen undAuszeichnungen .
In dem 500qm grossen Atelier entdeckt man über 5000 Arbeiten.
Waren Ihre Werke früher kontrovers, wie ihre „one woman
show“ und dem „carmasutra“: einem Opel Omega der komplett
mit Pornoschnipseln beklebt wurde. So steht heute, mehr
denn je, der Mensch im Mittelpunkt.
eines ist besonders auffällig, die Linie ist allgegenwärtig,
sie findet sich überall wieder. Die Linie mit einer sehr grossen
Symbolik. So erklärt sich auch Ihr Leitsatz: Alles ist
Linie! und so ist auch ihr Lebenswerk „Lebenslinien“ sehr von
diesem Gedanken getrieben. Ein interdisziplinäres Konzept,
dass bildende Kunst mit Musik zusammenführt.
Seit 2007 werden von ausgewählten Menschen Psychologische
Gutachten erstellt und von namhaften Komponisten
als musikstück interpretiert. die stücke werden öffentlich
aufgeführt und letztendlich werden diese Lebenswege
durch eine Tuschzeichnung verbildlicht.
2019 erscheint die 12. inszenierung der Serie „Lebenslinien“.

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BENGT FOSSHAG

Der Nicht-Künstler oder Doch-Künstler – der Illustrator, der auch außerhalb von Rüsselsheim bekannt ist und das nicht nur wegen des rosa Elefanten oder des grünen Frosches.
Der eigene, spezielle Bildwitz zeichnet die Arbeiten von Bengt Fosshag aus und macht ihn zum Ausnahmekünstler,der sich selber so gar nicht als Künstler sieht. Seine zahlreichen Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften findet man unter anderem in der F.A.Z./F.A.S, aber auch auf diversen Buchtiteln oder auch in eigenen Büchern wie DEM BILDBAND „Darwin Inseln“.

Er ist mit seiner Heimatstadt sehr verbunden, so war er Mitherausgeber der „Königstädter Chronik“ und Mitinitiator der „illust_ratio“-Reihe.Wer denkt, dass er mit seinen 78 Jahren im Ruhestand ist, liegt falsch. Für den Hessentag 2017 gestaltet er die Installation „Stuhlbesetzung“ – 33 unterschiedlich gestaltete Liegestühle,die in limitierter Auflage erhältlich waren.

Jeder Rüsselsheimer kennt inzwischen den Linienbus mit der Hessentag-illustration oder Plakate der Königstädter Hofkonzerte.

Nach wie vor fängt jeder Entwurf mit einer Zeichnung an, auch wenn er heute digitale Unterstützung hat. Schaut man sich bei Ihm zuhause um, entdeckt man sofortdie Begeisterung für Afrika und andere fremde Kontinente. Die Begeisterung verdankt er seinem Großvater, dem Königstädter Lehrer und Heimatforscher Adam Foßhag.

Seine Lässigkeit und Ruhe ist in seinem zuhause mehr als spürbar.

 

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MARIO HERGUETA

Wie Tápies schon sagte:

„Kunst ist ein Zeichen, ein Ding, dass die Realität in unserer geistigen Vorstellung wachruft. So sehe ich auch kein Gegensatz zwischen Abstraktion und Figuration, solange sie jene Idee von Wirklichkeit in uns evoziert.“

So steht es auch mit  Mario Herguetas Formenkanon. Dekonstruktion von Wörtern, Symmetrie und verschiedene Materialien rufen unterschiedliche Assoziationen vor unserem geistigen Auge hervor und vereinen Abstraktion und Figuration.
Mario ist 51 Jahre, Künstler aus Rüsselsheim am Main. Inspiriert durch seine spanischen Wurzeln, die in Madrid ihren Ursprung haben, wurde der gebürtige Flörsheimer von verschiedenen spanischen Künstlern beeinflusst. Pablo Picasso, Francisco de Goya, Diego Velázquez und Antoni Tápies waren es, die ihn dazu bewegten ein Kunststudium an der Universität in Mainz zu absolvieren. Egal ob mit Pinsel und Leinwand, Metallverarbeitend oder im Siebdruck entstehen bis heute unzählige Werke, die sich zum Teil in privaten und öffentlichen Besitz befinden aber auch in öffentlichen Raum wieder zu finden sind. In Rüsselsheim am Main ist seine Skulptur „Heimat“  Teil des „Kunstpfad Mainvorland“. Zudem ist Mario Hergueta auch Herausgeber des Kunstmagazins „cuadro“

Wir durften heute Mario in seinem Studio im geschichtsträchtigen Opel Altwerk besuchen und feststellen, das ein Teil seiner „Heimat“ auch dort zu finden ist.

Was für ihn Kunst bedeutet und was ihn inspiriert erfahrtt ihr im folgenden Beitrag

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